Donauland: Eichstätt-Ingolstadt | 19.10.2009

Masterstudiengang Sozialinformatik Eichstätt
Mit 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hat der bundesweit erste berufsbegleitende
Masterstudiengang Sozialinformatik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU)
vergangenen Donnerstag seinen Lehrbetrieb aufgenommen. „Informatik betrifft und dominiert viele
Lebensbereiche“, sagte Professor Stefan Schieren als Dekan der Fakultät für Soziale Arbeit, die
den Studiengang in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Angewandte Informatik der KU anbietet.
Wenn es um Soziale Arbeit gehe, dürfe Technik die Arbeit mit Menschen nicht dominieren. Auch
Studiengangsleiter Professor Helmut Kreidenweis betonte, dass ein zentrales Anliegen des
Studiengangs sei, Informationstechnologie nutzbringend in Organisationen einzusetzen, die
Hilfen für Menschen anbieten. Dabei werde jedoch im Vordergrund des Curriculums nicht die bloße
Anwendung, sondern der Einfluss von IT auf Arbeitsabläufe und Wirtschaftlichkeit von
Einrichtungen stehen.
„Informatik wird bei manchen Verantwortlichen als bloßes ,Schraubenzieher’-Thema
wahrgenommen. Im Alltag sind die Anwender zudem häufig mit einem wackeligen Software-Kartenhaus
konfrontiert, das sich wiederum auf die Qualität ihrer Arbeit mit Klienten auswirkt“, erklärte
Kreidenweis. Gleichzeitig gebe es jedoch auch Träger, die ihre IT in den letzten Jahren massiv
ausgebaut hätten und nun professionelles Wissen benötigten, um die Potentiale dieser
Technologien auszuschöpfen. Die Studierenden sollen im Lauf der nächsten vier Semester deshalb
die Kompetenz erwerben, Softwaresysteme und deren Einfluss auf die Gesamtorganisation bewerten
sowie nutzbringend ausrichten zu können.
Zu den ersten Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Studiengangs gehören neben gelernten
Sozialarbeitern und Informatikern auch Betriebswirte, Theologen und Psychologen. Zielgruppen
des Studiengangs sind Leitungskräfte und Mitarbeiter aus Einrichtungen der freien, öffentlichen
und privaten Wohlfahrtspflege sowie Mitarbeiter von IT-Dienstleistern für diese Branche mit
abgeschlossener Hochschulausbildung und mindestens zweijähriger Berufspraxis. Moderne,
IT-gestützte Lernformen und eine kompakte Gestaltung der Präsenzblöcke ermöglichen die
Teilnahme für Studierende aus dem gesamten Bundesgebiet. Die enge Anbindung des Studiengangs an
die Forschungs- und Entwicklungsprojekte der Eichstätter Arbeitsstelle für Sozialinformatik
schafft für die Studierenden darüber hinaus auch Perspektiven im wissenschaftlichen
Bereich.
Weitere Informationen zum Studiengang unter
www.sozialinformatik.de.
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