Donauland: Eichstätt-Ingolstadt | 14.07.2010
Das Personalkarussell bei VW und Audi kommt nicht
zur Ruhe. Nach dem Wechsel von Matthias Müller zu Porsche und dem von
Josef Schelchshorn an die Spitze von Seat verlässt jetzt Werner
Widuckel, seit 2005 Personalvorstand bei Audi, offenbar recht überstürzt
das Unternehmen. Das berichtet der "Donaukurier".
Über die Gründe für Widuckels Ausscheiden aus dem Amt
des Personalvorstandes hört man aus Konzernkreisen widersprüchliche
Aussagen. In gut unterrichteten Kreisen heißt es einerseits, dass Werner
Widuckels überraschendem Abgang massive Auseinandersetzungen mit dem
VW-Personalvorstand Horst Neumann vorausgegangen seien. Angeblich ging
es dabei um Umstrukturierungen im Personalbereich bei Audi, die mit
Wolfsburg wohl nicht abgesprochen waren. Andererseits ist aus
führungsnahen Kreisen zu vernehmen, Widuckel gebe sein Amt freiwillig
auf, was aber wohl eher eine diplomatische Umschreibung sein dürfte.
Gerüchten zufolge soll Widuckel einen Lehrauftrag an der LMU in München
angenommen haben. Widuckel selbst war gestern für eine Stellungnahme
nicht zu erreichen.Die Frage, wer seinen Posten im Vorstand von Audi ab
Oktober übernimmt, könnte schon in den nächsten Tagen beantwortet
werden. Dem Vernehmen nach soll es sich um einen führenden Kopf aus der
Zulieferer-Industrie handeln.