
Audi Q7 (Foto: Audi)
Im Geschäftsjahr 2009 insgesamt 949.729 Automobile der Marke Audi ausgeliefert; 29,8 Mrd. Euro Umsatz, 1.928 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern; Umsatzrendite vor Steuern von 6,5 Prozent. Audi-Chef Rupert Stadler: "Dieses gute Ergebnis unter sehr schwierigen Bedingungen ist die Basis für unseren künftigen Erfolg." Finanzvorstand Strotbek: "Wir konnten alle unsere Investitionen aus dem operativen Cashflow finanzieren." Höchste Mitarbeiter-Erfolgsbeteiligung der Branche: durchschnittlich EUR 2.300 plus einmaliger Sonderbonus von 1.200 Euro pro Mitarbeiter.
Der
Audi-Konzern schließt das Geschäftsjahr 2009 trotz der massiven
Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise mit einem
deutlich positiven Operativen Ergebnis und nur leicht rückläufigen
Auslieferungen ab: "Das Operative Ergebnis von 1,6 Mrd. Euro zeigt, dass
wir auch unter sehr schwierigen Bedingungen zu den Besten der Branche
gehören. Jetzt zahlt sich aus, dass wir in den vergangenen Jahren
kontinuierlich unsere Produktivität gesteigert und massiv in die
typischen Audi-Werte Design, Sportlichkeit, Qualität und Effizienz
investiert haben", sagt Rupert Stadler, Vorsitzender des Vorstands der
AUDI AG. "Auch im laufenden Jahr wollen wir mit attraktiven und
effizienten Modellen unseren Marktanteil weiter ausbauen und damit
unserem Ziel der weltweiten Marktführerschaft im Premiumsegment
deutlich näher kommen", ergänzt Stadler.
Aufgrund der
schwierigen Lage auf den weltweiten Automobilmärkten gingen die
Auslieferungen der Marke Audi im abgelaufenen Jahr um 5,4 Prozent auf
949.729 Automobile zurück. Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2009 lagen
vor allem infolge der geringeren Auslieferungen aber auch
Währungsbelastungen bei 29.840 (Vorjahr: 34.196) Mio. Euro - ein Rückgang um
12,7 Prozent.
Das Operative Ergebnis ging mit 1.604 (2.772)
Mio. Euro um 42,1 Prozent zurück. Das Ergebnis vor Steuern lag mit 1.928
(3.177) Mio. Euro um 39,3 Prozent unter dem Rekordwert des Vorjahres. Das
Ergebnis nach Steuern lag bei 1.347 (2.207) Mio. Euro und somit 38,9
Prozent unter dem Vorjahreswert.
Trotz der schwierigen
wirtschaftlichen Lage erreichte die Kapitalrendite mit 11,5 (19,8)
Prozent ein beachtliches Niveau. Die Umsatzrendite vor Steuern lag bei
6,5 (9,3) Prozent. "Damit zählt der Audi-Konzern zu den
ertragsstärksten Unternehmen im internationalen Automobilgeschäft, ganz
besonders im Krisenjahr 2009", sagt Axel Strotbek, Vorstand für Finanz
und Organisation der AUDI AG.
"Unsere vorausschauende und
umsichtige Fahrweise hat uns ermöglicht, erfolgreich durch die Krise zu
steuern und alle unsere Investitionen aus dem operativen Cashflow zu
finanzieren. Mit einem positiven Netto-Cashflow von gut 2,3 Mrd.
Euro erwirtschafteten wir zudem einen hohen Überschuss, der den
hervorragenden Wert des Vorjahres sogar deutlich übertrifft",
unterstreicht Strotbek. "Wir konnten alle Produktinvestitionen wie
geplant umsetzen und haben damit eine solide Grundlage für das künftige
Wachstum des Unternehmens gelegt", sagt Strotbek.
Die Nettoliquidität erhöhte sich um 14,8 Prozent auf rund 10,7 (9,3) Mrd. Euro.
"Grundlage
des Erfolgs in diesen schwierigen Zeiten ist das attraktive
Produktportfolio mit einer Vielzahl von Neueinführungen im vergangenen
Jahr", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. "Die Palette der neuen Modelle reichte unter anderen vom
Sportwagen R8 V10 über den A4 allroad quattro und das A5 Cabriolet bis
hin zum A5 Sportback."
Rekordergebnisse bei den Auslieferungen in 38 Märkten
Audi
hat im vergangenen Jahr weltweit 949.729 (1.003.469) Autos an Kunden
übergeben. Der Absatz ging damit um 5,4 Prozent gegenüber dem
Rekordwert des Vorjahres zurück. Besonders positiv entwickelten sich
die Auslieferungen in der Vertriebsregion Asien/Pazifik, vor allem in
China. In Westeuropa (inkl. Deutschland) gingen die Auslieferungen zwar
zurück, dennoch konnte die Marke mit den Vier Ringen ihren Marktanteil
im Premiumsegment gegen den Trend ausbauen.
In Deutschland gingen 228.844 (258.111, minus 11,3 Prozent) Audi-Automobile an Kunden.
In
Westeuropa (inkl. Deutschland) entwickelte sich Audi mit 588.309
(666.984, minus 11,8 Prozent) Auslieferungen an Kunden besser als der
Gesamtmarkt und setzte sich an die Spitze der Wettbewerber im
Premiumsegment. In Großbritannien, hinter Deutschland größter Markt in
der Region, sanken die Auslieferungen auf 90.513 Automobile (101.522,
minus 10,8 Prozent). Im Nachbarland Frankreich gingen die
Auslieferungen auf 48.010 Fahrzeuge zurück (51.200, minus 6,2 Prozent).
In Italien verkaufte Audi 57.204 Automobile (62.053, minus 7,8
Prozent).
Größter ausländischer Einzelmarkt war im Jahr 2009
mit 158.941 Automobilen (119.598, plus 32,9 Prozent) erneut China
(inklusive Hongkong). Mit diesem Ergebnis blieb die Marke mit den Vier
Ringen in China auch 2009 mit deutlichem Abstand Marktführer im
Premiumsegment.
Sehr positiv entwickelte sich auch der indische
Markt, wo Audi seit September 2007 eine CKD-Fertigung unterhält. Hier
stiegen die Auslieferungen um 57,9 Prozent auf 1.658 (1.050)
Automobile. Das Ingolstädter Unternehmen fertigt am Standort Aurangabad
derzeit die Modelle A4 und A6 und ab Juni auch das Erfolgsmodell Q5.
Audi baut das Vertriebs- und Handelsnetz in der Region konsequent aus
und wird die Zahl der Händler bis zum Jahresende von derzeit 12 auf 16
ausweiten.
In den USA ging die Zahl der Auslieferungen in einem
stark schrumpfenden Gesamtmarkt auf 82.716 (87.760, minus 5,7 Prozent)
Automobile zurück. Der Marktanteil am Premiummarkt (Import High Group)
wuchs dagegen auf 8,3 (7,1) Prozent.
Deutlich unter der Krise
zu leiden hatte das Tochterunternehmen Lamborghini. Im Vergleich zum
Vorjahr gingen die Auslieferungen um 37,7 Prozent auf 1.515 (2.430)
zurück.
Vorausschauende Fahrweise: Produktion an die Nachfrage angepasst
Der
Audi Konzern reagierte vorausschauend auf die Krise und drosselte im
abgelaufenen Jahr die Fertigung. Im Jahr 2009 verließen mit 932.260
(inklusive Lamborghini) 9,4 Prozent weniger Automobile die Werkshallen
als noch im Vorjahr (1.029.041).
Von 2010 bis 2012 plant der
Audi-Konzern rund EUR 5,5 Mrd. zu investieren - großenteils in neue
Produkte und Effizienztechnologien. Die Modelloffensive wird auch in
den kommenden Jahren in unvermindertem Tempo und ohne Abstriche
fortgesetzt. "Unser besonderes Augenmerk gilt dabei neben der
Sportlichkeit, der Qualität und dem Design der Effizienz unserer
Modelle", sagt Rupert Stadler. Schon heute hat die Marke mit den Vier
Ringen 39 Modelle und Motorvarianten mit einem CO2-Ausstoß von weniger
als 140 Gramm/km im Programm. 13 Modelle liegen sogar bei weniger als
120 Gramm/km. Ein Beispiel dafür ist der Audi A4 2.0 TDI e mit einem
Verbrauch von 4,6 Litern Diesel pro 100 Kilometer und lediglich 119
Gramm CO2 pro Kilometer.
Die Dieseltechnologie bleibt für Audi
neben der Entwicklung von Elektro- und Hybridfahrzeugen auch in Zukunft
ein wichtiger Eckpfeiler der Effizienzstrategie. "Ein eindrucksvolles
Beispiel für das Potenzial des Dieselmotors ist unser neuer A8 mit dem
3.0 TDI quattro, der sich mit einem Verbrauch von 6,6 Litern auf 100
Kilometer begnügt ", sagt Stadler. Die später folgende Version mit
Frontantrieb wird sogar mit einem Verbrauch von sechs Litern Diesel auf
100 Kilometer auskommen. Das entspricht einem Ausstoß von 159 Gramm CO2
pro Kilometer. Damit setzt sich das neue Flaggschiff der Marke an die Spitze der Wettbewerber und unterbietet sogar Hybridmodelle in der Oberklasse.
Höchste Mitarbeiter-Erfolgsbeteiligung in der Branche
Auch
in diesem Jahr zahlt die AUDI AG trotz der weltweiten Wirtschaftskrise
eine Erfolgsbeteiligung von durchschnittlich 2.300 Euro je Mitarbeiter.
Das ist die höchste Mitarbeiter-Erfolgsbeteiligung in der
Automobilbranche. "Zusätzlich zur Erfolgsbeteiligung werden wir in
diesem Jahr eine Sonderzahlung in Höhe von 1.200 Euro pro Mitarbeiter
ausschütten. Mit diesem einmaligen Bonus honorieren wir die
außergewöhnliche Leistung, die unsere Beschäftigten im Krisenjahr 2009
erbracht haben", sagt Dr. Werner Widuckel, Personalvorstand der AUDI
AG.
Die Zahl der Beschäftigten stieg im Audi Konzern im
Jahresdurchschnitt auf 58.011 (57.822). Bei der AUDI AG waren es 44.344
(44.098) Mitarbeiter, davon 31.409 (31.358) in Ingolstadt und 12.935
(12.740) in Neckarsulm.
Ausblick 2010: Mehr als eine Million Auslieferungen an Kunden
Auch
Audi hat die Turbulenzen der Finanz- und Wirtschaftskrise im
vergangenen Jahr zu spüren bekommen, steuerte aber relativ gut durch
die Krise, wie die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres zeigen. "Das
Schlimmste scheint überwunden, dennoch können wir für 2010 noch keine
Entwarnung geben", erklärt Stadler. "Wir müssen wachsam bleiben, um auf
eventuelle Störungen schnell und flexibel reagieren zu können", betont
der Vorstandsvorsitzende.
Die Marke mit den Vier Ringen ist
positiv ins Jahr 2010 gestartet: Weltweit verkaufte Audi von Januar bis
Februar des laufenden Jahres rund 153.700 Automobile - 28,7 Prozent
mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im gleichen Zeitraum
steigerte die Marke ihre Auslieferungen in Westeuropa (ohne
Deutschland) um 17,7 Prozent auf 58.722 Automobile und war damit
Marktführer im Premiumsegment. In Großbritannien stiegen die
Auslieferungen um 32,6 Prozent auf 11.989, in Spanien um 20,5 Prozent
auf 7.032 und in Italien um 13,2 Prozent auf 10.105 Automobile.
Auch
in den USA konnte die Marke Audi kräftig zulegen. Hier kletterten die
Auslieferungen um 35,7 Prozent auf 12.726 gegenüber dem
Vorjahreszeitraum.
"Wir sind auf gutem Wege, im laufenden Jahr
weltweit wieder mehr als eine Million Audi-Automobile an die Kunden
auszuliefern und damit an das Rekordjahr 2008 anzuknüpfen", betont
Stadler. "Mit den neuen Modellen werden wir auf den Wachstumspfad
zurückkehren und wollen 2010 auch den Umsatz und das Operative Ergebnis
des Jahres 2009 übertreffen", so Stadler. Die Basis dafür sind
attraktive und effiziente neue Produkte. "Wir haben heute die breiteste
Modellpalette aller Premiummarken - vom Kleinwagen A1 bis hin zum
Topmodell A8 - im Programm", sagt Stadler. Mit dem Audi A1 will sich
Audi eine neue Zielgruppe aus dem urbanen Umfeld erschließen. "Die
Resonanz auf das erste Premiumautomobil im Kleinwagensegment auf der
Messe in Genf war überwältigend. Deshalb rechnen wir uns gute Chancen
aus, im ersten vollen Produktionsjahr zwischen 80.000 und 100.000 Autos
der neuen Baureihe verkaufen zu können", sagt Stadler. Auch mit dem A7
Sportback wird Audi im Herbst eine vielversprechende neue Nische
besetzen.
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