Donauland: Eichstätt-Ingolstadt | 29.03.2010
Erstmals in Deutschland analysiert die
dritte Ausgabe
des IT-Reports für die Sozialwirtschaft
den Wertbeitrag von Informationstechnologie (IT) für
Sozialdienstleister sowie die Markenstärke
der Anbieter branchenspezifischer Software. Herausgeber der Studie
ist die Arbeitsstelle für
Sozialinformatik an der Katholischen Universität
Eichstätt-Ingolstadt (KU).
Auf einer breiten
Datenbasis, die sozialwirtschaftliche Unternehmen ab etwa 100
Mitarbeitern repräsentiert,
weisen die Autoren Professor Helmut Kreidenweis und Professor Dr.
Bernd Halfar auf beachtliche
Spielräume bei der Ausschöpfung von Potenzialen im Bereich der
Informationstechnologie hin.
Mit Hilfe von IT wollen soziale Organisationen vor
allem die fachliche Qualität steigern und
die Effizienz von Arbeitsabläufen verbessern. Doch genau bei diesen
Zielen klafft die größte
Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit. „Deutlich besser werden
dagegen weniger wichtige Ziele
wie die Verbesserung des Marketings erreicht“, so die Autoren. Auch
an anderen Stellen zeigen
sich Steigerungspotenziale: Die kompletten IT-Kosten kennen nur
etwas mehr als der Hälfte der
befragten Leitungskräfte und IT-Verantwortlichen. Über eine
schriftlich fixierte IT-Strategie
verfügen nur 43 Prozent der Organisationen, bei Einrichtungen unter
500 Mitarbeitern sinkt
dieser Wert auf 18 Prozent.
Der einrichtungseigene IT-Bereich wird
zumeist als Betreiber
technischer Systeme gesehen, deutlich seltener als
dienstleistungsorientierter Partner und
Berater bei der Optimierung von Geschäftsprozessen. Eine höhere
Wertschöpfung durch IT
erreichen tendenziell größere Organisationen, die Kostentransparenz
in der IT mit einer
strategischen Ausrichtung des IT-Bereichs verknüpfen.
Der Anbietermarkt für fachspezifische Software – so der neue
Report – zeigt sich aus
Nutzersicht reichlich diffus. Viele Führungskräfte der Branche
können nur unscharf zwischen
Anbieter- und Produktnamen unterscheiden. Die Zufriedenheit mit
Funktionalität und Stabilität
der Software ist relativ hoch, deutlich schlechter schneiden dagegen
Integrationsfähigkeit und
Hilfefunktionen ab. Nur 20 Prozent der Befragten würden die gleiche
Software auf jeden Fall
wieder wählen.
Dennoch wird die Software-Qualität im Durchschnitt
besser beurteilt als der
Service der Firmen. In beiden Kategorien werden starke Unterschiede
zwischen den einzelnen
Anbietern deutlich: nur wenige können in allen abgefragten
Themenfeldern punkten. Eindrucksvoll
zeigt der IT-Report, dass der „Buschfunk“ in der Sozialbranche
funktioniert: Das allgemeine
Image der Anbieter und Programme in der Sozialbranche ähnelt
verblüffend der Einschätzung
derjenigen, die die Software tatsächlich einsetzen.
Der „IT-Report für die Sozialwirtschaft 2010“ kann zum Preis von
25,– Euro zzgl. Versand
bezogen werden über: Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt,
Arbeitsstelle für
Sozialinformatik (Tel. 0 84 21/93-1472; Fax:: 0 84 21/93-17 73;
christine.vetter(at)ku-eichstaett.de).
Weitere
Informationen unter
www.sozialinformatik.de.
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